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EFZ-Prüfung 01/2026


#1 EFZ-Prüfung Graz 01/2026 (Letzte Änderung )
Erfahrungsbericht: EFZ-Prüfung in Graz am 26.01.2026 – Keine Hexerei!
​Hallo zusammen,
​da ich selbst vor der Prüfung viel hier im Forum gelesen habe, möchte ich meine Erfahrungen von meiner gestrigen EFZ-Prüfung in Graz teilen. Mein Ziel ist es, euch ein wenig die Nervosität zu nehmen und den Ablauf transparent zu machen.

​1. Die Vorbereitung (Timeline & Strategie)
​Ich habe mir den Zugang zu radiocheck.at am 20.11.2025 geholt. Mit dem Prüfungstermin Ende Januar war das zeitlich eher knapp bemessen, aber machbar.
​Lernpensum: Seit dem Kauf habe ich versucht, täglich mindestens 2 Stunden zu investieren. An manchen Tagen war es weniger, an freien Tagen auch mal deutlich mehr.
​Übersetzungstexte: Hier hat mir ein „analoger“ Ansatz geholfen: Ich habe alle Texte einmal komplett per Hand aufgeschrieben. Das festigt die Vokabeln und Satzstrukturen enorm. Einen Tag vor der Prüfung habe ich mir nur noch die 2-3 schwierigsten Texte durchgelesen.
​Radiocheck-Inhalt: Die Beispiele und Texte hier auf der Plattform kommen 1:1 so zur Prüfung. Die Balance zwischen den Lektionen und den Übungsbeispielen ist top.
​Mein Tipp: Fangt mit den Lektionen an, um die Theorie zu verstehen, und steigert gegen Ende die Frequenz der Sprechübungen (Deutsch & Englisch), bis die Phrasen flüssig sitzen.

​2. Die „Angstgegner“: Wien Information & Snowtams
​Ich hatte anfangs großen Respekt vor der erweiterten Standortmeldung an Wien Information. Aber keine Sorge: Wenn man die Punkte einmal im Kopf hat, ist es absolut logisch.
​Auch vor den Snowtams bzw. Pistenzustandsberichten hatte ich etwas Bammel, da sie in den Übungen oft sehr lang wirken. In der Realität (bei einem Mitprüfling) war das Ganze extrem reduziert: „Piste 26 bedeckt mit nassem Schnee, Bremswirkung gut, chemisch behandelt“. Also absolut machbar!

3. Der Prüfungstag in Graz
​Anreise: Parken in der Tiefgarage ist unkompliziert (1,40 € pro 30 Min.).
​Check-in: Kurzer Datenabgleich, Abgabe der Passfotos, danach kurzes Warten.
​Das Setting: Wir waren 3 Prüflinge, 4 Zuschauer, 2 Prüfer (Austro Control & Fernmeldebehörde) und eine Schriftführerin. Die Atmosphäre war professionell, aber fair.

4. Ablauf der praktischen Prüfung
​Jeder bekommt einen Platz mit Funkbeispiel, Übersetzungstext und Notizblatt. Nach einer kurzen Einweisung zum Übungsfunkgerät ging es los.
​Großer Vorteil: Während der erste Kandidat funkt, könnt ihr euren Übersetzungstext vorbereiten und euch Notizen für euer eigenes Funkbeispiel machen. Wer nervös ist, kann sich hier fast alles vorschreiben.
​Mein Beispiel (Start Linz / Landung Salzburg):
​Linz (Englisch): Rollanweisung mit Verkehr am Boden (hinter Edelweiss A320...).
​Enroute (Deutsch): Nach Verlassen der CTR einen MET-Report bei Wien Information eingeholt.
​Salzburg (Deutsch): Einflug in die CTR und Landung. Nach dem Readback der Landefreigabe war Schluss.
Der Prüfer sprach sehr langsam und deutlich – ich musste kein einziges Mal nachfragen.

5. Theorie & Abschluss
​Nach dem praktischen Teil folgt die Theorie. Pro Fachbereich (insgesamt 3 Gebiete) kommen etwa 3 bis 5 Fragen. Das ging sehr zügig. Danach kurz raus in den Warteraum, kurz darauf wieder rein – und da lagen sie schon: die fertigen Funkzeugnisse! Nach einem kurzen Smalltalk und der Bezahlung der restlichen Gebühren war die Sache erledigt.
​Mein Fazit
​Die Prüfung ist keine Hexerei, wenn man sich ordentlich vorbereitet. Wer die Übungen hier auf radiocheck mit Ehrgeiz und Motivation durchzieht, wird in Graz keine Probleme haben. Bleibt dran, es lohnt sich!
​Viel Erfolg an alle kommenden Prüflinge!

ALWAYS HAPPY LANDINGS !
~ Speedy