Gratuliere zum EFZ und vielen Dank für die Beschreibung der Prüfung und dein Lob, das doch auch harte Kritik beinhaltet :-)
Lob bekommen wir häufig und freuen uns, Kritik nehmen wir ernst. Ehrlicherweise verstehe ich deine Kritik aber zum Teil nicht.
- Dass es am Handy einige UI-Elemente nicht gibt ist Absicht und dient der besseren Bedienbarkeit. Das ist responsives Verhalten (It's a feature not a bug ...). Darum ist z.b. das "Funkgerät" nicht am Handy dargestellt. Ein Zurück Button in den Beispielen ist nicht wirklich notwendig und Cursorsteuerung gibt es am Handy halt nicht.
- three - tri : Im Audiofile ? Das hörst du raus ? Ganz ehrlich, das finde ich verzeihlich. zumal auch in der Praxis meist ein Mittelding zwischen "three" und "tri" gesagt wird.
- zwei -zwo : Datenbanksuche ergab. Bei 3900 Phrasen genau ein Vorkommen von "zwei". Ein Pistenzustandsbericht hat "zweites" statt "zwotes" Drittel. Ich lasse es auch so, weil eine gewisse Variablilität in den Phrasen durchaus wichtig ist. Man soll nicht immer exakt die selben Phrasen hören. Wir haben aus diesem Grund etliche "veraltete" oder "alternative" Varianten in den Beispielen.
- schlecht umgesetzter Fragenkatalog? Was genau findest du schlecht?
- hoher Preis. Das ist Ansichtssache. Wir stecken sehr viel Zeit und Arbeit in die Sache. Preislich ist Radiocheck immer noch mit Abstand die günstigste Möglichkeit zu einem Funkerzeugnis zu kommen und das, ohne Abstriche in der Ausbildungsqualität zu haben. Präsenzkurse kennen preislich nach oben kaum Grenzen. In Deutschland gibt es Online Angeboten die kosten alle ca. das Doppelte.
Was ich noch anmerken möchte:
Uns ist als Fluglotsen daran gelegen, dass die Leute, die Radiocheck absolvieren, wirklich funken können und die Materie verstehen. Wir betonen mehrfach im Kurs, dass ein Monat (ein Ziel das viele anstreben) zu kurz ist. Eine Woche Vorbereitung halte ich für nicht ausreichend, fast egal wie viel Vorkenntnisse man hat.
Bei den Theoriefragen durchzufallen schafft fast keiner :-) Kommt daher die Unzufriedenheit mit unserem Tool? Vielleicht hättest du dir auch damals ein paar Tage mehr Vorbereitung gönnen sollen :-)
Es handelt sich um einen neuen Prüfer in Wien (1. Prüfung). Bisher wurde er von allen Seiten als recht fair und angenehm beurteilt. Dass er auf der Frequenz grüßt ist ungewöhnlich, entweder weil er es einfach so aus der Praxis gewöhnt ist, oder Absicht. Finde ich auf alle Fälle sympathisch :-)